Hyperventilation beim Apnoetauchen

Ein Apnoe-Taucher taucht nur mit seiner ABC-Ausrüstung. Also nur Tauchmaske, Flossen und ggf. einem Schnorchel. Bei dieser Art des Tauchens gibt es unterschiedliche Extreme. Manche Taucher können bis zu 8 Minuten ihre Luft anhalten (wie z.B. der Tscheche Martin Stepanek) und erreichen Tiefen von bis zu 180 m am Schlitten (der Österreicher Herbert Nitsch). Es gibt allerdings auch die weniger extreme Variante, wie auch ich sie betreibe, bei der man im Meer auf 5-10 Metern langsam durch die verschiedenen Felsformationen taucht und das durch Atemübungen auf einige Minuten bringen kann.

Um länger den Atem anhalten zu können, hyperventilieren viele Apnoe-Taucher kurz vor dem Luft anhalten. Hierdurch wird allerdings weniger der Sauerstoffanteil im Blut erhöht, wie so oft angenommen, sondern der CO2 Anteil gesenkt. Es ist nämlich im wesentlichen der Partialdruck des Kohlendioxids, der den Atemreiz auslöst, nicht der Sauerstoffmangel. Durch diesen übermäßigen CO2-Abbau kann man den Atemreiz ein wenig unterdrücken. Hier liegt auch die Gefahr beim Hyperventilieren. Der natürliche Reiz Luft zu holen wird hierbei ausgetrickst und es kann sehr schnell zu einer Ohnmacht durch den "nicht bemerkten" Sauerstoffmangel im Gehirn kommen. Daher sollte man solche Versuche nie alleine durchführen. Es sind schon viele Menschen in einem Meter tiefen Wasser ertrunken, weil sie urplötzlich im Wasser ohnmächtig wurden.