Colonià  de Sant Jordi
Colonia gehört zu der Gemeinde Ses Salines im Süden Mallorcas. Die Balearenregierung hat das Gebiet um Colonia und der vor der Küste befindlichen Insel Cabrera zum Naturschutzgebiet erklärt. Die angrenzenden Orte sind Campos und Salinas. Nach Palma sind es 47 km. Colonia hat eine Einwohnerzahl von ca. 3.200. Die durchschnittliche Höhe über NN beträgt 60 m. Colonia gehört zu der Gemeinde Ses Salines im Süden Mallorcas. Die Balearenregierung hat das Gebiet um Colonia und der vor der Küste befindlichen Insel Cabrera zum Naturschutzgebiet erklärt. Die angrenzenden Orte sind Campos und Salinas. Nach Palma sind es 47 km. Colonia hat eine Einwohnerzahl von ca. 3.200. Die durchschnittliche Höhe über NN beträgt 60 m.

Der Hafen von Colonia gilt als einer der Ursprünglichsten. Hauptsächlich liegen hier die typischen Fischerboote, die zweimal am Tag nach Cabrera raus fahren um Reusen auszulegen und sie wieder zu lehren. Große Yachten sind nur vereinzelt zu sehen. Der Hafen wurde allerdings bis zum Jahre 2000 immer wieder erneuert, da die alten Betonmolen sich dem Verfall hingaben. Am Schutzwall des Hafens gibt es eine originale, urige Fischerkneipe, wie man sie auch vor 40 Jahren in Colonia gefunden hat. Wenn die Touristensaison vorbei ist, trifft man hier häufig auf mallorquinische Fischer. Sitzt man im Winter in der Kneipe kommt es auch schon mal vor, daß die Gischt der Wellen über den Wall bis vor die Scheibe schlägt.

Die Einkaufsstraße im Ort ist versehen mit Restaurants und Bars in denen man gut essen kann, nachdem man in den unzähligen Geschäften shoppen war. Möchte man nicht direkt an der wenig befahrenen Straße sitzen, biegt man 200 m in die kleinen Querstrassen ab und wird auch dort mehrere Restaurants und Bars finden. Der größte Teil des Nachtlebens findet hier statt. Die spanische Jugend trifft sich hier jeden Abend um an Billardtischen und Spieleautomaten die Freizeit zu verbringen. Drei größere Hotels befinden sich in der direkten Umgebung und somit ist der Anteil an Touristen recht hoch, aber nie überlaufen.
Jedes Jahr findet ein Sommerfest in Colonia statt. Das ganze Wochenende wird dann vom Hafen bis in die letzte Ecke des Dorfes gefeiert. Man kann das Spektakel mit einer Kirmes in Deutschland vergleichen. Auch viele Mallorquiner aus anderen Orten kommen für diese Party in den Nachbarort. Das Fest wird jedes Jahr am ersten Samstag und Sonntag im August abgehalten. An diesen beiden Tagen ist selbst in diesem eher kleinen Örtchen mit enormer Polizeipräsenz zu rechnen. Kontrollen werden intensiv am Verkehrsverteilerkreis am Ortseingang und an den zwei weiteren Ortszugangsstraßen durchgeführt.


In Colonias Umgebung gibt es vier sehr saubere und nicht allzu überlaufene Strände. Bis auf den Es Dolç sind alle Strände gut mit dem Auto zu erreichen. Der Es Dolç ist mit dem PKW nur für Einheimische(man muss eine "Residencia" besitzen) zu erreichen und jeder Tourist, der sich der kleinen abgsperrten Einfahrt nähert, wird von einem im Schatten eines kleinen Strohdaches sitzenden Mannes freundlich zurückgewiesen. Für zwei ältere Damen, die nicht mehr so gut zu Fuß waren, hat er allerdings schonmal eine Ausnahme gemacht.
Der Es Trenc ist neben der Playa de Palma der wohl bekannteste Strand der Insel. Auch Dieter Bohlen läuft einem hier hin und wieder über den Weg. Der Es Trenc verfügt sogar über einen eigenen (kostenpflichtigen) Parkplatz. Eine Strandbar, Liegen und Sonnenschirme (in ausreichender Anzahl) und eine Erste Hilfe Station sind hier vorhanden. In der eben erwähnten Strandbar bekommt neben Getränken und Eis auch eine Speisekarte gereicht. Die Preise sind hoch, liegen aber im Bereich des Normalen.

Ein großes Naturschutzgebiet befindet sich direkt vor der Küste von Colonia de Sant Jordi. Die Militärinsel Cabrera, die sich ca. 10 km vom Hafen entfernt befindet, war und ist ein Naturerlebnis. 1992 wurde sie zum Nationalpark erklärt. Dieser wird nun vom "Instituto Nacional para la Conservación de la Naturaleza" kontrolliert und überwacht. Mit einem eigenen Schiff, darf man sich in den Gewässern von Cabrera nur mit einer Sondergenehmigung aufhalten. Drei große Buchten und der Naturhafen der Insel sind mit der eben erwähnten Genehmigung ansteuerbar. Es besteht allerdings ein generelles Ankervebot und ein Festmachen ist nur im Hafen an den zahlreichen Bojen möglich. Versucht man doch irgendwo zu Ankern, wird man schnell ein Militärschnellboot auf sich zu kommen sehen und sollte sich überlegen, ob es einem diesen Ärger wert ist.
Auf Cabrera selbst gibt es nicht allzu viel zu sehen. Ein kleine Festung kann man nach einem kurzen Fußmarsch beschauen. Sie diente damals der Abwehr von Piraten und anderen Gegnern. Auf Cabrera wurden um 1808 fast 11.000 französische Kriegsgefangene festgehalten. Nur ca. 3.000 überlebten diese Gefangenschaft. An die Verstobenen erinnert ein Gedenkstein auf Cabrera.

Ein besonderes Erlebnis bietet eine nur vom Wasser zugängliche Höhle bei Cabrera. Die Cova Azul (blaue Grotte) hat ihren Namen von dem extrem blau schimmernden Wasser, das sich in dieser Naturhöhle befindet. Dies ist bedingt durch die passende Wassertiefe und Sonneneinstrahlung. Das Schwimmen ist hier auf jeden Fall sehr beeindruckend. Das Ausflugsboot, welches vom Hafen von Colònia de Sant Jordi nach Cabrera fährt, macht hier auf dem Rückweg einen Zwischenstopp und bietet die Möglichkeit zum Schnorcheln und Schwimmen.